Beitrag 6 digilog

Liebe Mitstreiter/innen,

seit dem Erscheinen unseres newsletterdigilog hat sich viel getan:

am 12. September fand in der Fontanestadt Neuruppin

wieder ein Treffen aller Partner und an digilog beteiligten Einrichtungen statt, auf dem der aktuelle Stand der Teilprojekte referiert wurde, wie es im Rahmen des Projektmanagements (Anhang zum Antrag, S. XIX) von digilog turnusmäßig vorgesehen ist:

Dieses Vortragsprogramm war eingebettet in Referate zu Spin-offs von digilog, an denen gearbeitet wird, Berichte aus den beiden anderen geförderten Verbundvorhaben und einem Part "Science meets Politics", bei dem digilog mit FMin. Dr. Martina Münch ins Gespräch über den Gesundheitscampus Brandenburg kommen konnte.

Das Ergebnisprotokoll dieses Treffens wurde auch dem MWFK zur Verfügung gestellt:

Das Projektmanagement (wie es im "Anhang", S. XVI-XXVI, und "Anhang 5.1a", S. XIX* f., zum Antrag entworfen ist) wurde - 'lessons learned' - an den Bedarf und die Notwendigkeiten angepasst:

Das digilog-Koordinierungsbüro besteht aus Franziska Thomas (franziska@connectedhealth.com.de) und Dr. Gregory Dame (g.dame@icloud.com) und hat seinen Sitz auf dem Neuruppiner Campus, Haus O/1. Obergeschoß.

Gleichzeitig ist mit Hannah Leichsenring (hannah.leichsenring@mhb-fontane.de) jemand eingestellt, der für die MHB alles, was den Gesundheitscampus Brandenburg (GC) angeht, koordiniert. Ihre Mithilfe ist für digilog genauso wichtig wie diejenige von Alexander Lee (alexander.lee@mhb-fontane.de), der, von der MHH kommend, für die Drittmittelverwaltung der MHB eingestellt ist und darin den kommissarisch tätigen Felix Richter ablöst.

Damit im Zusammenhang stehen auch Neuigkeiten bei den Verträgen, durch die digilog organisiert ist: Der Verbund-Kooperationsvertrag zwischen b-tu, F-IZI, IHP, MHB und TH-W ist unterzeichnet. Und, rund sechs Monate nach digilog's Startschuss, gibt es auch Neuigkeiten zur vertraglichen Gestaltung der Unteraufträge; zunächst hatte sich die MHB allerdings schon frühzeitig bereit erklärt , noch vor dem endgültigen Abschluss der Verträge für Mittelabrufe in Vorleistung zu gehen.

Der Grund für die langwierige Vertragsgestaltung war die Unsicherheit, ob die Unteraufträge in einem formellen Vergabeverfahren ausgeschrieben hätten werden müssen. Dafür wurde durch die MHB ein vergaberechtliches (BbgVergG, GWB, VgG, EU-Richtlinie 2014/24/EU) Gutachten in Auftrag gegeben und am 17.11.2017 fertiggestellt. Kurz zusammengefasst, kommt es zu dem Schluss, dass keine Ausschreibung erforderlich gewesen ist, da es sich vergaberechtlich nicht um "Unteraufträge" sondern "untergeordnete (Kooperations)Verträge" handelt, deren Gegenstand Vereinbarungen über eine Zusammenarbeit im Bereich F&E (und nicht die Lieferung von Produkten) sind.

Gleichzeitig wird gefordert, dass jedem untergeordneten Vertrag

  • (als Anlage 1, sofern noch nicht hinreichend erfolgt) eine Aufgabenbeschreibung (Meilensteine und Zeitplan) und
  • (als Anlage 2) der "Verbund-Kooperationsvertrag", die fünf Zuwendungsbescheide sowie der digilog -Antrag

angehängt werden.

Sobald wir grünes Licht vom MWFK haben, arbeiten und schicken wir Ihnen eine alle erforderlichen Infos und Unterlagen zu, um einen Abschluss aller untergeordneten Verträge in rechtssicherer Form noch in diesem Jahr zu gewährleisten.

Um die Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen zu sichern und zu erneuern, war digilog angetreten. Dabei war klar, dass die Innovationen, die vorgeschlagen, entwickelt und erprobt würden, auch nach dem 31.12.2018 verstetigt werden sollten. Und dazu sind Anschlussfinanzierungen erforderlich, bis sich diese Innovationen - nach unserer Schätzung im Mittel frühestens ab 2021 - selbst tragen.

Die WIR!-Ausschreibung des BMBF (https://www.bmbf.de/pub/WIR_Wandel_durch_Innovation_in_der_Region.pdf) erschien uns dafür eine perfekte Möglichkeit.

Das MWFK hat in mehreren Strategietreffen zwischen Juni und September eine landeseinheitliche Antragsstellung zu einem gesundheitszentrierten Thema vorbereitet.

Im Ergebnis konnten wir die Konzeptskizze CAREcomm beim zuständigen Projektträger am form- und fristgerecht einreichen. Das Redaktionsteam für die Konzeptskizze, die Kollegen Albes, Heinze, Lendlein und ich, maßgeblich unterstützt von O. Bujok/innoVance, haben, nachdem zunächst erst noch die Rahmenbedingungen durch MWFK und MHB geklärt werden mussten, diese Konzeptskizze in roundabout zwei Wochen geschrieben.

Dieses sehr enge Zeitfenster ist der Grund, warum wir neben dem Diskutieren, Schreiben und uns immer wieder Abstimmen nicht in der Lage waren, Ihnen die Inhalte wie geplant vorab vorzustellen; es hat uns nicht nur eines wichtigen Diskussionsforums beraubt, sondern den Prozess ein Stück weit auch intransparent gemacht.

 

Hinzugekommen ist, dass, entgegen den ursprünglichen Verlautbarungen noch auf der letzten Zusammenkunft in Potsdam, neben CAREcomm eine weitere Konzeptskizze aus Brandenburg und eine aus Sachsen-Anhalt mit relevanter Beteiligung aus Brandenburg eingereicht wurden, in denen sich durchaus Ideen aus digilog wiederfinden lassen. Auch wenn wir dieses Vorgehen im Hinblick auf die Positionierung des Landes und sein Gesundheitscampus-Projekt kontraproduktiv finden, sehen wir mit der CAREcomm-Konzeptskizze in der Hand doch zusätzlich motiviert und mit viel sportlichem Ehrgeiz auf den damit verbreiterten Wettbewerb.

Diese Konzeptskizze ist aber genau das, was der Name sagt: ein Konzept.

Im Hinblick auf einzelne Fragestellungen, Themen oder gar konkrete Teilprojekte sind keinerlei Vorentscheidungen getroffen: Die Konzeptskizze CAREcomm formuliert einen Rahmen und ist eine Plattform für gemeinsame Ziele.

 

Wird das CAREcomm-Konzept Ende 2017 zur Förderung empfohlen, erhalten alle, die sich dem CAREcomm-Bündnis anschließen, die Möglichkeit Teilprojektvorschläge einzureichen. Bitte machen Sie sich daher zwischenzeitlich mit der CAREcomm-Konzeptskizze vertraut und nehmen entsprechende Anpassungen und Ausarbeitungen Ihrer Ideen vor.

Im Ergebnis werden voraussichtlich weitaus mehr Vorschläge vorliegen als in der Umsetzungsphase gefördert werden können, und wir sehen deshalb in der Konzeptphase, im ersten Halbjahr 2018, einen Auswahlprozess vor, der sich klar an den Zielen, am Innovationsfeld, an den Handlungsfeldern und Lösungsansätzen der CAREcomm-Konzeptskizze orientiert.  

So – und wahrscheinlich nur so – hat u.E. das CAREcomm-Bündnis eine gute Chance, auch den "großen" Begutachtungsprozess auf der 2. Stufe der Ausschreibung im 4. Quartal 2018 erfolgreich zu bewältigen.  

 

Mehr als 100 "WIR!"-Bewerbungen: 1:5 und später 1:2

"WIR! – Wandel durch Innovation in der Region" ist das erste Programm im Rahmen des neuen Förderkonzepts "Innovation und Strukturwandel" und ist mit rund 150 Millionen Euro ausgestattet. In der jetzigen Phase adressiert es ausschließlich Innovationspartnerschaften in Ostdeutschland. Spätestens ab 2020 werden auch Regionen in den westdeutschen Ländern einbezogen.

Das neue Förderprogramm des Bundesforschungsministeriums hat die Menschen vor Ort mobilisiert: 105 Bündnisse haben neue Ideen für den Strukturwandel in ihrer Region entwickelt und bis zum Bewerbungsschluss am 31. Oktober 2017 eine WIR!-Projektskizze eingereicht.

Die Bewerbungen stammen aus allen sechs ostdeutschen Bundesländern mit Berlin. 20 aus Thüringen, 19 aus Sachsen, 13 aus Sachsen-Anhalt, 12 aus Mecklenburg-Vorpommern, 9 aus Brandenburg und 2 aus Berlin. Die übrigen Allianzen erstrecken sich über zwei oder sogar drei Bundesländer. Ganz im Sinne eines weiten Innovationsbegriffs bilden die 105 Bewerber eine Vielfalt an Handlungsfeldern ab und zielen sowohl auf technologische als auch nichttechnische Innovationen ab.

Das Bundesforschungsministerium wird bis Mitte Dezember die eingereichten Skizzen prüfen, bewerten und bis zu 20 Bündnisse für die folgende rund siebenmonatige Konzeptphase aussuchen. Nach dieser Phase intensiver Strategiearbeit wählt eine vom Bundesforschungsministerium berufene Jury sodann bis zu zwölf Initiativen aus, die in eine etwa fünfjährige Umsetzungsphase starten. In den ersten beiden Jahren der Umsetzungsphase stehen jedem ausgewählten Bündnis max. 8 Millionen Euro zur Verfügung.

Jetzt gilt es allseits die Daumen zu drücken, dass unser Konzept zur Förderung empfohlen wird.  

Herzliche Grüße -

Ihr

Kurt J.G. Schmailzl

für digilog: Sprecher
für CAREcomm: Sprecher

Juli 26, 2018 Digilog
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